Der Planfeststellungsabschnitt 2

Der Abschnitt Lichtenrade beginnt südlich des Schichauweges und reicht bis zur Stadtgrenze am Mahlower Grenzgraben. Im Abschnitt befindet sich der S-Bahnhof Lichtenrade mit einer Abstellanlage der S-Bahn. Wie im ersten Abschnitt führt der Wiederaufbau der Fernbahn fast im gesamten Abschnitt über die bisherige Trasse, so dass beide S-Bahn-Gleise nach Westen verschoben werden müssen und es wird auch ein neuer Bahnsteig gebaut. In Lichtenrade entfallen die beiden Bahnübergänge an der Bahnhofstraße und an der Goltzstraße/Wolziger Zeile. An beiden Stellen entstehen Eisenbahnüberführungen. Während der Straßenverkehr an der Bahnhofstraße unter den Gleisen durchgeführt wird, kreuzt zukünftig ausschließlich der Rad- und Fußverkehr die Gleise an der Wolziger Zeile durch eine neue Unterführung.

Für den Schall- und Erschütterungsschutz werden im gesamten Abschnitt Maßnahmen umgesetzt, in dem Lärmschutzwände errichtet werden und das besonders überwachte Gleis zum Einsatz kommt. Die vorgesehene Höchstgeschwindigkeit für den Abschnitt in Berlin ist 160 km/h.

Der Antrag auf Planfeststellung wurde beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) am 28. November 1997 gestellt. Die erste Auslegung der Unterlagen fand im Oktober 2000 statt. Danach gab es drei Planänderungen. Die dritte Planänderung wurde Anfang 2015 ausgelegt. Am 13. November 2015 erteilte das Eisenbahn-Bundesamt den Beschluss. Das Baurecht ist damit für den Abschnitt gegeben.


Baumaßnahmen im Detail

Die S-Bahn-Gleise werden fast im gesamten Abschnitt nach Westen verschoben, um Platz zu gewinnen für den Aufbau der Fernbahn, die über die bisherige Trasse geführt wird. Der Bahnübergang Bahnhofstraße entfällt und wird mit einer Eisenbahnbrücke ersetzt.

  • Die S-Bahn-Gleise werden fast im gesamten Abschnitt nach Westen verschoben, um Platz zu gewinnen für den Aufbau der Fernbahn, die über die bisherige Trasse geführt wird.
  • Der Bahnübergang Bahnhofstraße entfällt und wird mit einer Eisenbahnbrücke ersetzt.
  • Der Bahnsteig im S-Bahnhof Lichtenrade wird neu gebaut. Er wird aus der neuen Unterführung über die Treppen und über zwei Aufzüge zu erreichen sein, jeweils einer pro Straßenseite.
  • Der Bahnübergang Wolziger Zeile entfällt und wird für den Autoverkehr geschlossen. An der Stelle entsteht ein Rad- und Fußgängertunnel ersetzt.
  • Die viergleisige Trassenführung wird hinter Lichtenrade dreigleisig fortgeführt mit einem Gleis für die S-Bahn und zwei Gleisen für die Fernbahn.
  • An der Grenze zu Blankenfelde-Mahlow bzw. dem Land Brandburg wird die Brücke über den Mahlower Grenzgraben


Schall- und Erschütterungsschutz im Abschnitt Lichtenrade

  • Im gesamten Abschnitt entstehen Lärmschutzwände an beiden Seiten der Strecke und Mittelwände zwischen den Gleisen der Fern- und S-Bahn (Höhe bis fünf Meter)
  • Um Schallimmissionen zu verringern, kommt darüber hinaus das besonders überwachte Gleis zum Einsatz. Dafür werden die Schienen in regelmäßigen Abständen geschliffen.
  • Zudem sind an großen Teilen der Strecke Maßnahmen zum Erschütterungsschutz bei Fernbahn und S-Bahn vorgesehen.

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